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Brandschutzerziehung

Die Feuerwehr bekämpft Brände, rettet aus Notlagen, hilft bei Unfällen und schützt vor Gefahren. Zusammengefasst ergibt sich daraus das Motto der Feuerwehren: retten, löschen, bergen, schützen. Viele Aufgaben der Feuerwehr sind der Öffentlichkeit bekannt und wo immer sie im Einsatz ist, wird sie von vielen Augen beobachtet. Doch es gibt auch Aufgaben der Feuerwehr, die den Bürgerinnen und Bürgern meist nicht bekannt sind. Eine davon ist die Brandschutzerziehung. Die kindliche Faszination für das Feuer kann schnell zu tragischen Unglücken führen. Die Feuerwehr versucht, durch die Brandschutzerziehung Kinder früh zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Feuer zu bewegen und informiert sie über die Aufgaben der Feuerwehr. Dazu gibt es die Schulklassenbetreuer, die zu den Kindern in den Unterricht gehen und mit ihnen über die Gefahren, aber auch den Nutzen des Feuers sprechen. Der Feuerwehrmann zeigt seine Ausrüstung und erklärt, wie man sich verhalten sollte, wenn ein Feuer ausgebrochen ist. Die FF Gatow betreut dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Grundschule am Windmühlenberg. Die Brandschutzerziehung ist für die Kinder eine ganz neue Erfahrung und hinterlässt meist tiefe Eindrücke. Dies belegt der Artikel von Pia und Conny, der von den beiden im Rahmen des Projektes "Kinder machen Zeitung" geschrieben worden ist und von der Berliner Morgenpost veröffentlicht wurde. Viel Spaß beim Lesen!    

 

Die Freiwillige Feuerwehr Gatow hat Geburtstag

Manchmal gibt es Zufälle oder Gegebenheiten, die das Interesse von uns Kindern wecken. Wir sind Conny und Pia, zwei Schülerinnen der Grundschule am Windmühlenberg in Gatow. Bei unseren letzten Projekttagen in der 3. Klasse behandelten wir das Thema Brandschutz.

Ein junger Mann von der Freiwilligen Feuerwehr Gatow, Tim Krüger (21), kam zu uns in die Klasse und arbeitete mit uns zum Thema Brandschutz. Nach den Sommerferien erinnerten wir uns im Sachkundeunterricht und bei dem Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr wieder an ihn und so kamen wir auf die Idee ihn zu fragen, ob er uns nicht mehr über seine Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) erzählen könne. Da Tim sogar bei Pia im Haus wohnt klingelten wir einfach bei ihm und fragten, ob er Lust hätte uns mehr über seine Arbeit bei der FF Gatow zu erzählen. Einen Tag später trafen wir uns und konnten ihm viele Fragen stellen.

Besonders neugierig waren wir, wie er denn selber zur FF gekommen ist. Er erzählte uns, dass er schon mit 10 Jahren, also 1996, von einem Freund zur Jugendfeuerwehr mitgenommen wurde und seit dem gerne geblieben ist. Gefallen haben ihm immer der Gruppenzusammenhalt, die gemeinsamen Aktivitäten und das er etwas Nützliches für seine Mitmenschen tut. Außerdem war ihm bei der Feuerwehr noch nie langweilig. Da er seine eigenen 8 Jahre bei der Jugendfeuerwehr als sehr wichtig für sich selbst empfand, ist er auch selber Betreuer und Ausbilder bei der Jugendfeuerwehr geworden.

Den Unterschied zwischen der FF und der Berufsfeuerwehr konnte er uns sehr einfach erklären: Die Berufsfeuerwehr ist rund um die Uhr auf einer Feuerwache im Dienst und wird dafür vom Staat bezahlt. Die FF macht ihre Arbeit ehrenamtlich und kommt nur, wenn sie gerufen wird. Darum besitzen alle Mitglieder einen Pieper, über den sie erreichbar sind. Wir haben uns diesen Pieper genau angeschaut. Es dauerte einige Zeit, bis wir die Informationen darauf verstanden haben, da Vieles mit Abkürzungen funktioniert. Die Mitglieder der FF haben einen anderen Beruf von dem sie leben oder sind in einer Ausbildung.

Die FF Gatow wurde 1909 gegründet. Die alte Feuerwache mit zwei Räumen und einer kleinen Halle platzt aus allen Nähten. Sie passt zwar wunderbar in das Bild des alten Ortskerns, ist aber für die Arbeit der FF Gatow (fast 600 Einsätze im Jahr) inzwischen viel zu klein geworden. Um ihre ehrenamtliche Arbeit auch weiterhin so gut wie bisher verrichten zu können, wünscht sich die FF Gatow zu ihrem 100jährigen Geburtstag in zwei Jahren eine neue Feuerwache, die den heutigen Anforderungen gerecht wird.

Einen weiteren Wunsch hat uns Tim auch gleich genannt. Er meinte, dass wir als Mädchen genauso in die Jugendfeuerwehr eintreten könnten wie Jungen. Es gibt sogar im Augenblick eine Kampagne des Familienministeriums, um mehr Frauen für die Freiwillige Feuerwehr zu werben und sie darin zu ermutigen, in diesem ?Männerberuf? Fuß zu fassen. Da wir grade 10 Jahre alt geworden sind haben wir überlegt, ob wir nicht selber Spaß an der Ausbildung in der Jugendfeuerwehr hätten. Und dann sind uns noch ganz viele Mitschüler eingefallen, denen wir davon erzählen müssen. Denn nach Allem was uns Tim erzählte merkten wir, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehrmänner und hoffentlich auch bald mehr Feuerwehrfrauen ist.

Pia & Conny

 

 

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23.03.2017 - 12:47 Uhr
Notfall - Staaken
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